03. November 2026
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dbb Hessen wählt Richard Thonius zum Landesvorsitzenden

Am 27.10.2026 fanden im Saalbau Gutleut in Frankfurt im Rahmen der Landeshauptvorstandssitzung mit allen dbb Hessen-Fachgewerkschaften Nachwahlen zum Landesvorstand des dbb Hessen statt. Bedingt durch die Wahl des bisherigen Landesvorsitzenden Heini Schmitt zum stellvertretenden dbb-Bundesvorsitzenden (und somit auch zum Sprecher Beamtenpolitik) und dem dadurch bedingten Ausscheiden beim dbb Hessen Ende 2025 führten in der Zwischenzeit Christian Poplutz, Volker Weigand, Richard Thonius, Anke Schneider und Julika Lückel als stellvertretende Landesvorsitzende gemeinsam den dbb Hessen.

Zum neuen Landesvorsitzenden wurde Richard Thonius, bisher Landesvorsitzender der komba Hessen, gewählt. Bei weiteren Nachwahlen wurden Wilma Volkenand (Vorsitzende BSBD Hessen) zur neuen stellvertretenden Landesvorsitzenden und Alexander Glunz (Vorsitzender DPolG Hessen) zum Beisitzer im Landesvorstand gewählt. Der nächste Landesgewerkschaftstag findet im Juni 2028 in Fulda statt. Dort wird dann für eine Wahlperiode von fünf Jahren der komplette Landesvorstand gewählt. 

Im Mittelpunkt der Landeshauptvorstandssitzung standen vor allem die aktuellen Entwicklungen zur Besoldungspolitik in Hessen. Nach der Verabschiedung des Besoldungsgesetzes durch den Landtag hat sich die „Allianz für eine gerechte Besoldung“, bestehend aus dbb Hessen, dem DGB Hessen-Thüringen, dem Richterbund, und der Vereinigung der Verwaltungsrichterinnen und -richter in Hessen gebildet. Am 21.10.2026 stellten Volker Weigand (dbb Hessen), Michael Rudolph (DGB), Michael Demel (Richterbund) und Kirsten Siems-Christmann (Verwaltungsrichter-Vereinigung) die Eckpunkte und ein Positionspapier vor, und unterzeichneten gemeinsam die Vereinbarung. 

Gemeinsam lehnt diese Allianz das sogenannte „fiktive Partnereinkommen“ als nicht verfassungskonform ab, und fordert die Landesregierung auf, erneut in die Gespräche hierzu zu gehen. Außerdem will man gemeinsam in die seitens des Innenministeriums angekündigten Gespräche zur Klärung der rückwirkenden Ansprüche noch in diesem Monat starten. Innenminister Poseck hatte bereits vor einigen Monaten angekündigt, dass dieses Thema nach der Verabschiedung des Besoldungsgesetzes im Herbst angegangen werden soll. 

Entschlossen zeigte sich der neue Landesvorsitzende Richard Thonius, dass der dbb Hessen alle Anstrengungen dafür auf sich nehmen werde, um das seit gut 10 Jahren erklärte Ziel einer verfassungsgemäßen Besoldung zu erreichen. Er bedankte sich wie auch Wilma Volkenand und Alexander Glunz für die Wahl in das neue Amt. 

Volker Weigand, stellv. Landesvorsitzender dbb Hessen